Das Rathaus informiert: Gemeinde Wolfschlugen

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Aktuelles aus dem Rathaus

Vereinbarung zum Glasfasernetzausbau

Autor: Frau Speidel
Artikel vom 02.10.2019

Vereinbarung zum Glasfasernetzausbau zwischen der Deutschen Telekom und Gemeinde Wolfschlugen unterzeichnet -

Die Entscheidung ist gefallen. Wolfschlugen sagt Ja zum Glasfaserausbau. Ab Oktober 2022 können, nach Aussage der Deutschen Telekom, rund 3.500 Haushalte Anschlüsse mit einem Tempo von bis zu 1.000 MBit/s (Megabit pro Sekunde) surfen. Wolfschlugen und die Telekom haben dazu am 30. September einen Ausbauvertrag unterschrieben. Die Telekom wird rund 220 Kilometer Glasfaser verlegen und 46 neue Verteiler aufstellen. Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Wie zum Beispiel Video-Streaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Telemedizin und Smart Home.

„Digitale Infrastruktur dient den Bürgerinnen und Bürgern und stärkt die heimische Wirtschaft. Home office – Arbeitsplätze sowie Dienstleistungen von zu Hause aus sind zum harten Standortfaktor geworden und erleichtern zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Herr Ruckh, Bürgermeister von Wolfschlugen. „Investitionen in den Netz-Ausbau machen sich bezahlt. Sie steigern den Wert von Immobilien und sie fördern die Ansiedlung von Unternehmen.“

Was lange währt, wird endlich wahr… Seit über 8 Jahren sind Verwaltung und Gemeinderat hinter her, die Internetversorgung im Ort zu verbessern. Die vorhandenen Förderprogramme des Bundes und des Landes wurden genutzt, um in den unterversorgten Gebieten im Dorf im Rahmen des Wirtschaftlichkeitslückenmodells zu verbessern. Die Förderung beträgt insgesamt rund 3,815 Mio. Euro. Der Bund wird 1,907 Mio. Euro (somit 50%) fördern und das Land Baden-Württemberg 1,526 Mio. Euro (40% Anteil). Verbleibt ein Eigenanteil der Gemeinde von knapp 400.000 Euro.

Bürgermeister Matthias Ruckh ist stolz darauf, dass das Glasfasernetz flächendeckend also für alle ausgebaut wird und es keine Brückentechnologie wie VDSL oder FTTC (Fibre to the Curb) geben wird. Er dankt insbesondere dem Gemeinderat, der diese weitsichtige Entscheidung getroffen hat. Nicht nur die Haushalte im Fördergebiet profitieren, sondern die Deutsche Telekom wird im Rahmen des Eigenausbaus die übrigen Bereiche ebenfalls mit Glasfaseranschlüssen ausstatten. „Jeder Eigentümer, der bereit ist einen Hausanschluss in sein Gebäude rein legen zu lassen, wird die Möglichkeit dazu erhalten“, betont der Schultes. Mit der Vertragsunterzeichnung kommt unsere Gemeinde dem Ziel des Ausbaus der Infrastruktur „Wolfschlugen 5.0“ einen entscheidenden Schritt voran. Wasser, Strom, Gas, Fernwärme und eben nun flächendeckend Glasfaserversorgung hat besagte Strategie zum Ziel.

In den nächsten Wochen werden weitere Gespräche mit den Planern der Telekom und der Gemeindeverwaltung geführt werden. Ferner wird die Telekom die Eigentümer anschreiben und direkt informieren. Noch vor Weihnachten sollen in einer Bürgerinformationsveranstaltung alle Einwohner umfassend informiert werden. Der Glasfasernetzausbau soll ab Projektstart innerhalb von 3 Jahren abgeschlossen sein. Mit dem Bau wird im kommenden Jahr 2020 begonnen werden.

Die Telekom machte deutlich, dass die Grundlage des Ausbaus das Förderprojekt für Gebiete in Wolfschlugen sind, die lediglich über eine Anbindung von weniger als 30 Mbit pro Sekunde im Privathaushalt und weniger als 50 MB im Gewerbegebiet verfügen und als unterversorgt gelten. Dafür hat die Telekom das beste Angebot unterbreitet und den Zuschlag bekommen. „Wenn unsere Bautrupps jetzt vor Ort sind, bauen wir im Rahmen des Kooperationsprojekts mit der Gigabit Region Stuttgart das gesamte Gemeindegebiet auf einmal aus“, sagt Frank Bothe, Leiter der Technikniederlassung Südwest der Deutschen Telekom. „Das Bauen und Betreiben von Netzen ist die Kernkompetenz der Telekom.“

„Ohne den Kooperationsvertrag mit der Telekom wäre der Komplettausbau des ganzen Ortes nicht möglich gewesen. Wir freuen uns sehr, dass die Bürger von Wolfschlugen ganz konkret von unserer Zusammenarbeit profitieren“, erklärt der Breitbandbeauftragte der Region Stuttgart und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH Hans-Jürgen Bahde. 

So läuft der Ausbau
Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Als Erstes wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt und Material bestellt. Parallel dazu werden Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen.

Das Netz der Telekom in Zahlen
Das Glasfasernetz der Telekom ist über 500.000 Kilometer lang. Zum Vergleich: Das deutsche Autobahnnetz misst rund 13.000 Kilometer. Die Telekom plant, in diesem Jahr rund 60.000 Kilometer Glasfaser zu bauen. Einen Kilometer Glasfaser zu verlegen kostet im Schnitt 70.000 Euro.

Kooperation von Deutscher Telekom und der Gigabit Region Stuttgart
Der Ausbau in Wolfschlugen ist das Ergebnis einer Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom. Im Fokus des Gigabitprojekts steht der partnerschaftliche Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Bis 2025 sollen zudem 99 Prozent der Bevölkerung Mobilfunk (LTE) nutzen können. Der Vertrag ist in dieser Dimension deutschlandweit einmalig. Weitere Unternehmen sollen die nun entstehende digitale Infrastruktur zu fairen und marktüblichen Konditionen nutzen können. Zudem soll das Programm Investitionen weiterer Marktteilnehmer in Glasfaser stimulieren.

Das Ausbaugebiet umfasst derzeit 174 Kommunen in der Stadt Stuttgart sowie in den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. Etwa 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt.

BU: Beim Pressegespräch im Rathaus informierten Vertreter der Telekom, der Gigabit-Region Stuttgart sowie Bürgermeister Matthias Ruckh umfassend über den geplanten Ausbau des Glasfarnetzes. Von links: Michael Zügel (Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration), Jörg Wieduwilt (Atene KOM GmbH), Harald Heinze (tktVitrax), Hans-Jürgen Bahde (Gigabit Region Stuttgart GmbH), Bürgermeister Matthias Ruckh, Frank Bothe (Deutsche Telekom GmbH), Josip Nadj (Deutsche Telekom GmbH), Jörg Schuler (Deutsche Telekom GmbH), Joachim Otto (Deutsche Telekom GmbH).

BU: Vertragsunterzeichnung als Startschuss ins Glasfaserzeitalter im gesamten Ort von links nach rechts Josip Nadj (Deutsche Telekom GmbH), Jörg Schuler (Deutsche Telekom GmbH), Frank Bothe (Deutsche Telekom GmbH), Michael Zügel (Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration), Jörg Wieduwilt (Atene KOM GmbH), Bürgermeister Matthias Ruckh, Joachim Otto (Deutsche Telekom GmbH), Hans-Jürgen Bahde (Gigabit Region Stuttgart GmbH) und Harald Heinze (tkt Vivax).